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	<title>Tolstoi &#8211; Songs Noire</title>
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		<title>Die Schönheit der Vergänglichkeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Songs Noire]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Dec 2015 12:00:37 +0000</pubDate>
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<p>Es gibt auf Spiegel Online eine Fotoserie, die <a href="http://www.spiegel.de/einestages/thema/vergessene_orte/" target="_blank">„Vergessene Orte“</a> heißt. Es sind ehemalige Erholungsorte, Freizeitparks, Berkwerkanlagen oder Gefängnisse, die vor Jahren aufgegeben wurden und die, ohne menschliche Instandhaltung, langsam verfallen. Es ist vielleicht etwas morbid, aber ich schaue mir diese Bilder gern an. Sie  faszinieren mich auf besondere Art. Vielleicht, weil der „Zahn der Zeit“ hier besonders sichtbar wird. Sonst verhindern Denkmalschutz und das historische Bewusstsein, dass alte Gebäude dem natürlichen Verfall überlassen werden und wir geistern durch mittelalterliche Städte wie durch einen schönen, gut gepflegten Freizeitpark. Dabei finde ich gerade diese sichtbare <a href="http://www.songsnoire.com/vergaenglichkeit/">Vergänglichkeit</a> – den bröckelnden Putz, die rostenden Eisenträger, die eingestürzten Dächer, die staubbedeckten Flure, die bemoosten Mauern, das morsche Holz, die ausgebleichten Stoffe – auf ihre Weise schön.</p>
<p>Es steckt eine gewisse Ironie darin: Einige der schönsten und größten architektonischen Meisterleistungen der Menschheit wurden <a href="http://www.songsnoire.com/die-wurzel-aller-religionen/">den ewigen, unsterblichen Göttern</a> gewidmet: Die Akropolis in Athen, das Pantheon in Rom, die Pyramiden von Gizeh, der Tempelberg in Jerusalem, die großen Kirchen, Synagogen und Moscheen des Mittelalters. Es sind Trutzburgen gegen den Tod, Sehnsuchtstempel nach dem Jenseits, manifestierte Allegorien für das Unvergängliche. Wie viel Kraft und Schweiß und Blut haben Generationen von Menschen in diese Bauwerke gesteckt, in diese  immer wiederkehrende <a href="http://www.songsnoire.com/rebellion-des-geistes/">Rebellion des Geistes</a> gegen das unerbittliche Ende. Und an allen nagt der Zahn der Zeit. Von den sieben Weltwundern der Antike sind nur noch die Pyramiden von Gizeh erhalten. Der Kölner Dom ist eine niemals enden wollende Baustelle. <a href="http://www.welt.de/wissenschaft/article9173497/Koelner-Dom-verwittert-aussergewoehnlich-schnell.html" target="_blank">Das Gestein bröckelt und rieselt</a> den Bauherrn förmlich durch die Hände, während sie noch daran arbeiten. Es ist ein bisschen so, als würde eine unsichtbare Hand unaufhörlich an dem Bilderverbot arbeiten, das Gott Mose einst gegeben hat:</p>
<blockquote><p>„Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: Bete sie nicht an und diene ihnen nicht!“</p>
<p><strong>– Die Bibel, 2. Mose,  Kapitel 20, Vers 1-5</strong></p></blockquote>
<p>Wir bauen diese aberwitzigen Paläste und wir erhalten sie über Jahrhunderte. Es ist wie eine kollektive Psychose, denn wir sehen dadurch nicht, was wirklich vor sich geht. Wir sehen nicht das ewige Werden und Vergehen, den Kreislauf des Lebens, den unausweichlichen Tod.</p>
<p>Wir haben Angst. Deswegen bleibt uns auch die Schönheit der Vergänglichkeit verborgen, ihre Konsequenzen, ihre notwendigen Begleiter.</p>
<blockquote><p>„Wir begreifen die Ruinen nicht eher, als bis wir selbst Ruinen sind.“</p>
<p><strong>– Heinrich Heine</strong></p></blockquote>
<h2>Immer neu</h2>
<p><em>Kein Augenblick gleicht einem anderen.</em></p>
<p>Astrologen suchen in wiederkehrenden Stern- und Planetenkonstellationen eine Vorhersage der Zukunft. Aber de facto gibt es keine wiederkehrenden Sternkonstellationen. Die Erde dreht sich mit 30 km/s um die Sonne. Die Sonne dreht sich mit 220 km/s um das Zentrum der Milchstraße. Die Milchstraße bewegt sich zusammen mit anderen Galaxien der Lokalen Gruppe auf den Virgo-Haufen zu. Dieser wird wiederum vom Großen Attraktor angezogen. Die Geschwindigkeit der Lokalen Gruppe summiert sich auf etwa 600 km/s. Der Himmel ist immer neu.</p>
<p><div class="video-wrap"><iframe loading="lazy" width="200" height="150" src="https://www.youtube.com/embed/X7xXhXY0BTY?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></div>
<br />
Die Kontinentalplatten treiben träge auf dem flüssigen Erdmantel wie Schollen. Meteoriten schlagen auf der Erdoberfläche ein und hinterlassen kilometergroße Krater. Berge falten sich auf, die einst Meeresböden waren und legen Fossilien frei, die vor Abermillionen Jahren lebendig umher schwammen oder liefen. Gletscher schieben sich über das Land und ziehen sich wieder zurück. Flüsse graben sich tief in Täler ein und spülen Höhlen aus. Pflanzen gedeihen, sterben, versumpfen, verlanden und werden unter dem ungeheuren Gewicht der Erde zu Kohle, Öl, Bernstein und Diamanten gepresst. Schnee fällt, Regen fällt und das Wasser schwemmt die Erde davon. Sonne trocknet den Boden aus und verwandelt grüne Landschaften in Wüsten. Die Erde ist immer neu.</p>
<p>Bei anderen Dingen ist die Veränderung noch sichtbarer für uns: Das Leben auf der Erde ist immer neu. Die Jahreszeiten sind immer neu. Das Wetter ist immer neu. Die Bewegung des Wassers in den Meeren und Flüssen ist immer neu. Ja, es gibt Regelmäßigkeiten, es gibt wiederkehrende Situationen, aber genauer betrachtet, ist jeder Augenblick in der Geschichte einzigartig.</p>
<blockquote><p>„Alles was du siehst, wird die Natur bald verwandeln und aus diesem Stoff andere Dinge schaffen und aus deren Stoff wiederum andere, damit die Welt immer verjüngt werde.“</p>
<p><strong>– Marc Aurel</strong></p></blockquote>
<p>Unser Leben von unserer Geburt bis zum heutigen Tag ist immer neu. Kein Tag ist wie der andere. Kein Augenblick ist wie der vorangegangene. Auch, wenn wir das nicht wahrnehmen oder nicht wahr haben wollen. Wir verändern uns fortwährend. Unser Umfeld verändert sich ebenso. Unser Geist entwickelt sich. Unsere Werte wandeln sich. Unser Körper altert.</p>
<p>Ich bin zwei Jahre zwischen meinem Wohnort und dem Ort, wo ich studierte, mit dem Zug gependelt. An einem Streckenabschnitt fuhr der Regionalzug über eine Brücke und einen Fluss. Für mich war das immer ein besonderer Moment und mir fiel bald auf, dass diese Landschaft immer (ein wenig) anders aussah. Mal grasten Kühe auf einer Weide; mal sah man Pferde oder Spaziergänger am Fluss entlanggehen. Mal war es noch dunkel, mal war es hell. Mal zogen Wolken über das Land, mal regnete es, mal lag Schnee. Mal sah der Fluss metallisch-grau aus, mal braun und stumpf, mal blau und leicht. Mal wuchs Getreide auf der einen Seite des Flusses, mal lag das Feld brach oder lag abgemäht dar. Mal blühten die Bäume in der Ferne, mal hatten sie grüne Blätter, mal waren die Blätter gelb-rot, dann wieder kahl. Allein der Himmel über dieser Landschaft und das Licht waren jeden Tag anders. Ein Fotograf hätte 500 Bilder an dieser Stelle machen können, immer zum gleichen Zeitpunkt aufgenommen, und sie wären alle unterschiedlich gewesen. Immer neu.</p>
<h2>Einzigartig</h2>
<p><em>Kein Augenblick ist bedeutungslos.</em></p>
<p>Wir sammeln gern materielle Dinge, die rar und einzigartig sind: seltene Edelsteine, wertvolle Oldtimer, schöne Antiquitäten, kostbare Kunstwerke, limitierte Editionen und Einzelstücke. Dabei ist die Welt voll von einzigartigen Dingen, individuellen Lebewesen und nicht wiederkehrenden Momenten. Nur diese können wir nicht festhalten, nicht in einen Safe oder eine Vitrine stellen.</p>
<p>Die millimetergenaue Reproduktion von am Fließband hergestellten Massenprodukten ist das unnatürliche. Die Natur strebt immer nach Vielfalt und Einzigartigkeit. Die DNS setzt sich zwar aus lediglich vier Basen zusammen, aber schauen wir uns die unendliche Vielfalt der Lebensformen an, die daraus hervorgeht. Das ist eine atemberaubende Komplexität.</p>
<p>Führen wir uns das ganz klar vor Augen: Wir sagen zwar Baum oder Buche oder Rotbuche. Aber wir fassen mit diesen Begriffen immer nur die Gemeinsamkeiten zusammen. Kein Baum gleicht dem anderen. Keine Buche gleicht der anderen. Keine Rotbuche gleicht der anderen. Kein Blatt an einem Baum gleicht einem anderen. Wir werden immer Abweichungen im Wuchs der Äste und Zweige feststellen, individuelle Wurzelsysteme vorfinden oder feine Unterschiede bei der Äderung der Blätter usw. Jeder Baum ist ein einzigartiges Lebewesen. Gleiches gilt für die meisten Pflanzen, Tiere und auch Menschen. Denken wir nur an den individuellen Fingerabdruck jedes Menschen.</p>
<p>Ich glaube, es würde den menschlichen Geist hoffnungslos überfordern, die Welt wirklich so zu sehen wie sie ist: den unaufhörlichen Wandel, die feinen Abstufungen und Verzweigungen, die Vielschichtigkeiten des Lebens und die einzigartigen Begebenheiten. Das ist auch nicht seine Aufgabe. Er ist ein Alltags-Organisierer, ein Nutzen-Optimierer und Überlebens-Manager. Er reduziert die Wirklichkeit auf das, was für das Überleben und Wohlbefinden relevant ist. Er kann Einzelteile herausgreifen, ähnliche Dinge in die gleiche Schublade einsortieren, bestimmte Muster in Wiederholungen erkennen, zwischen Alternativen entscheiden und blitzschnell auf Autopilot umstellen, wenn Gefahr droht.</p>
<blockquote><p>„Dem menschlichen Verstand ist die absolute Stetigkeit einer Bewegung unbegreiflich. Begreiflich werden dem Menschen die Gesetze irgendeiner Bewegung nur dann, wenn er willkürlich herausgegriffene Einzelteile dieser Bewegung betrachtet. Aber gerade aus dieser willkürlichen Teilung der stetigen Bewegung in unterbrochene Einzelteile entspringt der größte Teil der menschlichen Irrtümer.“</p>
<p><strong>–  Lew Tolstoi, „Krieg und Frieden“, Elfter Teil, 1. Kapitel</strong></p></blockquote>
<p>Ich glaube, man muss kein Astronaut sein und muss nicht vom Weltall auf den blauen Planeten hinabschauen, um zu spüren, wie vergänglich und zugleich kostbar das Leben ist. Dieses einzigartige Dasein, dessen wir Zeuge werden, diese wundersame Vielfalt: sie sind spürbar, wenn der Geist zur Ruhe kommt. Wenn wir für einen Moment die begrifflichen Kategorien und allgemeingültigen Vorstellungen, wie die Welt wirklich ist, beiseitelassen. Es ist dieses Staunen eines Kindes, das die Welt mit neugierigen und unschuldigen Augen erblickt, diese schöne und rätselhafte Welt, die sich immerzu verwandelt.</p>
<h2>Verbunden</h2>
<p><em>Kein Augenblick ist bedingungslos.</em></p>
<p>Ich stelle mir gern vor, welchen Weg ein Sauerstoffatom zurückgelegt haben mag, um in meiner Lunge zu landen. Am Anfang des Universums gab es nur Wasserstoff und Helium, also muss das Sauerstoffatom in irgendeinem Stern durch Fusionsprozesse und Nukleosynthese entstanden sein. Dort müssen unvorstellbare Temperaturen und Druckverhältnisse geherrscht haben. Dieser Stern, der vor Jahrmilliarden geleuchtet hat, war irgendwann ausgebrannt und brach unter dem Gravitationsdruck in sich zusammen. Vielleicht hat er sich sogar in eine Supernova verwandelt und das Sauerstoffatom wurde mit unglaublicher Energie in die Weiten des Alls geschossen.</p>
<p>Da trieb es Millionen Jahre lang. Dann wurde es von einer schweren Masse – einer neu entstandenen Galaxie oder dem Gravitationsfeld eines schwarzen Lochs – angezogen und eingefangen. Gase sammelten und verdichteten sich und das Sauerstoffatom reagierte und verband sich mit anderen Atomen. So bildete sich vielleicht ein Wassermolekül. Die Gaswolke verdichtete sich, eine Aggregationsscheibe entstand, ein neuer Stern und Planeten formten sich. Das Sauerstoffatom, inzwischen tiefgefroren als Eis im Kern eines Meteoriten, kreiste wieder Millionen Jahre durch das Sonnensystem. Aber eines Tages kreuzte der Meteor die Bahn des dritten Planeten dieses Sonnensystems. Das Eis schmolz bereits in der Atmosphäre und verflüchtigte sich, während der Meteor auf die Erde stürzte. Das Wassermolekül wurde verdampft.</p>
<p>In der Atmosphäre kühlte es sich ab, verband sich mit anderen Molekülen und regnete zu Boden. Es versickerte in tiefere Erdschichten und quellte irgendwo nach Jahrzehnten wieder hervor. Das Rinnsal verband sich zu einem Bach, der Bach speiste einen Fluss, der Fluss einen Strom und der Strom wurde immer breiter und mündete schließlich im Meer. Dort trieb es wiederum Jahrhunderte, bis es zur Oberfläche getrieben wurde. Dort wurde es von der Sonne erwärmt und in Gas verwandelt. Wolken bildeten sich. Es regnete nieder und so weiter.</p>
<p>Bis eines Tages ein Baum oder eine andere Pflanze das Wassermolekül mit den Wurzeln aufnahm. Es wanderte durch das Gefäßsystem oder durch die Rinde mehrere Meter nach oben – bis zu einem Blatt. In einer von grünem Chlorophyll leuchtenden Zelle, angetrieben vom Licht der Sonne wurde es aufgespalten und als Sauerstoffmolekül an die umgebene Luft abgegeben. Dort raste es mit mehr als 300 m/s durch die Atmosphäre. Von Wind und Sonne angetrieben, prallte es gegen feste Materie und wurde in Stürmen ordentlich durcheinander gewirbelt. Bis eines Tages ein kleiner Unterdruck das Sauerstoffmolekül eingefangen hat. Ich hatte es eingeatmet.</p>
<p>Es wurde von den Lungenbläschen aufgenommen, an Blutzellen gebunden und raste durch meine Arterien bis zu einer Zelle. Es wanderte in die Zelle und wurde in einem der vielen Mitochondrien in Energie und schließlich wieder zu einem Wassermolekül umgewandelt. Der Kreislauf begann von neuem.</p>
<p>Das ist Kausalität und das ist vielleicht so etwas wie Karma. Stellen wir uns nur vor, wie viele Zustände, Formen und Metamorphosen dieses eine Sauerstoffatom durchlaufen und welchen Weg es durch Raum und Zeit zurückgelegt hat.</p>
<p>Diese physikalische Betrachtung mag jetzt etwas kompliziert erscheinen. Aber es ist ein einfacher Gedanke: wir sind alle mit der Welt um uns herum verbunden, materiell und energetisch. Ständig finden Stoffwechselprozesse und Umwandlungen von Materie in Energie und von Energie in Materie statt. Wir würden nichts sehen, wenn unsere Netzhaut nicht Photonen in elektrische Impulse und biomolekulare Prozesse umwandeln würde.</p>
<p>Thich Nhat Hanh hat dieses Netz der Verbindungen zwischen uns und der Welt sehr schön beschrieben:</p>
<blockquote><p>„Eines Tages fühlte ich mich wie durch eine Nabelschnur mit der Sonne am Himmel verbunden. Ich erkannte deutlich: Wenn es die Sonne nicht gäbe, würde ich sofort sterben. Dann sah ich eine Nabelschnur, die mich mit dem Fluss verband. Ich wusste, wenn der Fluss nicht wäre, würde ich ebenfalls sterben, da ich kein Wasser zum Trinken hätte. Und ich sah eine Nabelschnur, die mich mit dem Wald verband. Seine Bäume erzeugten Sauerstoff, den ich atmete. Ohne den Wald würde ich sterben. Und ich sah eine Nabelschnur, die mich mit dem Bauern verband, der das Gemüse, den Weizen und den Reis anbaute, den ich koche und esse.“</p>
<p><strong>– Thich Nhat Hanh, „Der furchtlose Buddha: Was uns durch die Angst trägt“</strong></p></blockquote>
<p>Wenn es keine Vergänglichkeit gäbe, gäbe es auch diese Dynamik nicht. Wenn die „zusammengesetzten Dinge“ nicht wieder vergehen könnten, wäre das Universum ein homogener, symmetrischer, gleichermaßen unbewegter und unbelebter Ort. Es würden keine Reaktionen stattfinden, nichts würde zerfallen und nichts würde entstehen.</p>
<p>Darum müssen wir vor der Vergänglichkeit auch keine Angst haben: wir verdanken ihr unser Dasein und sie verbindet uns mit allem, was ist. Ich finde, Christian Morgenstern hat das wunderbar auf den Punkt gebracht:</p>
<blockquote><p>„Das Ich ist die Spitze eines Kegels, dessen Boden das All ist.“</p>
<p><strong>– Christian Morgenstern</strong></p></blockquote>
<h2>Leer</h2>
<p><em>Kein Augenblick ist ewig.</em></p>
<p>Das ist ein schwieriger Gedanke, der für mich kaum zu fassen und zu verstehen ist. Ich versuche das einfach bestmöglich durch Zitate zu umreißen.</p>
<blockquote><p>»Wie kann ich mich als Ganzes sehen«, fragte Kondana, »wenn alles, was ich als ›Ich‹ bezeichne, getrennt ist? Ich habe nur einen Körper und einen Geist: die, mit denen ich geboren wurde.«</p>
<p>»Sieh dir den Wald an«, antwortete Buddha. »Wir wandeln jeden Tag in ihm und meinen, es sei derselbe Wald. Dabei ist kein einziges Blatt so, wie es gestern war. Jedes Staubkorn im Boden, jede Pflanze und jedes Tier, alles ist in ständigem Wandel. Du kannst nicht als die einzelne Person erleuchtet sein, als die du dich siehst, weil diese Person schon verschwunden ist, so wie alles andere, was gestern war, verschwunden ist.«</p>
<p><strong>– Deepak Chopra, „Buddha: Biographischer Roman“</strong></p></blockquote>
<p>Noch etwas prägnanter finden wir diesen Gedanken bei Thich Nhat Hanh:</p>
<blockquote><p>„Als er das Blatt eingehend betrachtete, sah er ganz deutlich die Gegenwart der Sonne und der Sterne darin — ohne die Sonne, ohne Licht und Wärme könnte das Blatt nicht existieren. Dies ist, wie es ist, weil jenes ist, wie es ist. Auch sah er in dem Blatt die Gegenwart der Wolken — ohne Wolken gäbe es keinen Regen, und ohne Regen könnte das Blatt nicht sein. Er sah die Erde, die Zeit, den Raum, den Geist — alles war in diesem Blatt gegenwärtig. Tatsächlich existierte in diesem Moment das ganze Universum in diesem Blatt. Die Wirklichkeit des Blattes war ein außerordentliches Wunder.</p>
<p>Normalerweise denken wir, daß ein Blatt im Frühling geboren wird, doch Gautama sah, daß es schon seit langer, langer Zeit da war — in dem Sonnenlicht, den Wolken, dem Baum und in ihm selbst. Da er sah, daß das Blatt niemals geboren worden war, konnte er auch erkennen, daß auch er niemals geboren worden war. Das Blatt — wie er selbst — hatte sich nur manifestiert — es war niemals geboren worden noch würde es jemals sterben. Durch diese Einsicht lösten sich seine Vorstellungen von Geburt und Tod, Erscheinen und Vergehen auf, und das wahre Gesicht des Blattes — und sein eigenes wahres Gesicht — enthüllten sich. Und er erkannte, daß die Gegenwart jeder einzelnen Erscheinung das Dasein aller anderen Erscheinungen möglich machte. Ein Phänomen umfaßte alle, und alle waren in einem enthalten.</p>
<p>Das Blatt und sein Körper waren eins. Keines von beiden besaß ein eigenständiges, unvergängliches Selbst. Beide konnten sie nicht unabhängig vom Rest des Universums existieren. Indem er die wechselseitige Abhängigkeit aller Dinge als ihre Natur erkannte, sah Siddhartha auch die Leerheit aller Erscheinungen als die Natur der Dinge — alles ist leer von einem eigenständigen, vereinzelten Selbst. Er verstand, daß der Schlüssel zur Befreiung in diesen beiden Prinzipien lag — der wechselseitigen Abhängigkeit und dem Nicht-Selbst aller Dinge. Wolken trieben am Himmel &#8230; Auch Wolken waren nie geboren worden, und sie würden auch nicht sterben. Verstanden die Wolken das, so würden sie, dachte Gautama, sicher freudig singen, wenn sie als Regen auf die Berge, Wälder und Reisfelder herniederprasselten.</p>
<p>Siddhartha, der den Strom des Körpers, den der Empfindungen, Wahrnehmungen, der Geistesregungen und des Bewußtseins beleuchtete, verstand nun, daß Unbeständigkeit und Leerheit genau die Bedingungen sind, die das Leben möglich machen. Ohne Unbeständigkeit und Leerheit könnte nichts wachsen und sich entfalten. Ein Reiskorn, das nicht von seiner Natur her unbeständig und leer von Selbst wäre, könnte niemals zu einer Reispflanze heranwachsen. Wären Wolken nicht leer von Selbst, wären sie nicht unbeständig, so könnten sie sich nicht in Regen verwandeln. Ohne eine unbeständige, selbst-lose Natur könnte ein Kind niemals zum Erwachsenen heranreifen.</p>
<p>Daher, so dachte er, bedeutet das Leben annehmen auch Unbeständigkeit und Leerheit von Selbst annehmen. Der Ursprung des Leidens ist der falsche Glaube an Beständigkeit und an die Existenz eines eigenständigen, abgetrennten Selbst. Dies zu sehen, bedeutet zu verstehen, daß es weder Geburt noch Tod gibt, weder Entstehen noch Vergehen, weder eins noch viele, weder innen noch außen, weder groß noch klein, weder unrein noch rein. All diese Vorstellungen sind falsche Unterscheidungen, durch den Intellekt geschaffen. Taucht man in die Leerheit aller Dinge ein, wird man alle geistigen Schranken transzendieren und befreit sein vom Kreislauf des Leidens.“</p>
<p><strong>– Thich Nhat Hanh, „Wie Siddhartha zum Buddha wurde“</strong></p></blockquote>
<p>Aber wir müssen nicht nur die asiatische Philosophie bemühen. Es gibt auch westliche Denker, die ein Gespür für das Grenzenlose und den ewigen Wandel entwickelt haben:</p>
<blockquote><p>„Eins und alles</p>
<p>Im Grenzenlosen sich zu finden,<br />
Wird gern der einzelne verschwinden,<br />
Da löst sich aller Überdruß;<br />
Statt heißem Wünschen, wildem Wollen,<br />
Statt lästigem Fordern, strengem Sollen<br />
Sich aufzugeben ist Genuß.</p>
<p>Weltseele, komm, uns zu durchdringen!<br />
Dann mit dem Weltgeist selbst zu ringen,<br />
Wird unsrer Kräfte Hochberuf.<br />
Teilnehmend führen gute Geister,<br />
Gelinde leitend höchste Meister<br />
Zu dem, der alles schafft und schuf.</p>
<p>Und umzuschauen das Geschaffne,<br />
Damit sichs nicht zum Starren waffne,<br />
Wirkt ewiges, lebendiges Tun.<br />
Und was nicht war, nun will es werden<br />
Zu reinen Sonnen, farbigen Erden;<br />
In keinem Falle darf es ruhn.</p>
<p>Es soll sich regen, schaffend handeln,<br />
Erst sich gestalten, dann verwandeln;<br />
Nur scheinbar stehts Momente still.<br />
Das Ewige regt sich fort in allen:<br />
Denn alles muß in Nichts zerfallen,<br />
Wenn es im Sein beharren will.<strong>“</strong></p>
<p><strong>– Johann Wolfgang von Goethe<br />
</strong></p></blockquote>
<div class="pexeto-recent-posts rp-columns"><h3 class="rp-title">Mehr zum Thema</h3><div class="cols-wrapper cols-3"><div class="col rp"><div class="rp-header"><a href="http://www.songsnoire.com/der-ewige-wandel/"><img src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2015/12/post-leben-der-ewige-wandel-370x200.jpg" alt="life after death" /></a></div><h4 class="rp-post-title"><a href="http://www.songsnoire.com/der-ewige-wandel/">Der ewige Wandel</a></h4><p>Die Vergänglichkeit ist so allgegenwärtig, dass wir sie zum Teil gar nicht wahrnehmen. Vergänglichkeit ist etwas ganz natürliches.</p><a class="read-more" href="http://www.songsnoire.com/der-ewige-wandel/">Weiterlesen <span class="more-arrow">&rsaquo;</span></a></div><div class="col rp"><div class="rp-header"><a href="http://www.songsnoire.com/wurzel-aller-religionen/"><img src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2015/12/post-leben-die-wurzel-aller-religionen-370x200.jpg" alt="Skull" /></a></div><h4 class="rp-post-title"><a href="http://www.songsnoire.com/wurzel-aller-religionen/">Die Wurzel aller Religionen</a></h4><p>Ich glaube, die Wurzel aller Religionen ist die Konfrontation mit der Vergänglichkeit. Oder genauer gesagt: die Konfrontation mit dem eigenen Tod.</p><a class="read-more" href="http://www.songsnoire.com/wurzel-aller-religionen/">Weiterlesen <span class="more-arrow">&rsaquo;</span></a></div><div class="col rp nomargin"><div class="rp-header"><a href="http://www.songsnoire.com/einzige-konstante-im-universum/"><img src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2015/12/post-leben-die-einzige-konstante-im-universum-370x200.jpg" alt="Supernova Remnant Puppis A" /></a></div><h4 class="rp-post-title"><a href="http://www.songsnoire.com/einzige-konstante-im-universum/">Die einzige Konstante im Universum</a></h4><p>Ich betrachte die Vergänglichkeit inzwischen als eine Art universelles Naturgesetz. Wenn wir genau hinschauen, dann ist sie überall erkennbar.</p><a class="read-more" href="http://www.songsnoire.com/einzige-konstante-im-universum/">Weiterlesen <span class="more-arrow">&rsaquo;</span></a></div></div><div class="cols-wrapper cols-3"><div class="col rp"><div class="rp-header"><a href="http://www.songsnoire.com/alles-fliesst/"><img src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2015/12/post-leben-alles-fliesst-370x200.jpg" alt="macro panorama water drop 25" /></a></div><h4 class="rp-post-title"><a href="http://www.songsnoire.com/alles-fliesst/">Alles fließt</a></h4><p>Wir brauchen nicht das ganze Universum betrachten, um die Vergänglichkeit der Dinge zu erkennen. Wir brauchen nur unseren Körper, unsere Sinneseindrücke und unseren Geist als Labor zu nehmen.</p><a class="read-more" href="http://www.songsnoire.com/alles-fliesst/">Weiterlesen <span class="more-arrow">&rsaquo;</span></a></div><div class="col rp"><div class="rp-header"><div class="nivo-wrapper"><div class="nivo-slider" id="post-gallery-10351" style="max-height:200px;"><img src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2015/12/post-leben-die-schoenheit-der-vergaenglichkeit-1-520x281.jpg" title="  " /><img src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2015/12/post-leben-die-schoenheit-der-vergaenglichkeit-2-520x281.jpg" title="  " /><img src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2015/12/post-leben-die-schoenheit-der-vergaenglichkeit-3-520x281.jpg" title="  " /><img src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2015/12/post-leben-die-schoenheit-der-vergaenglichkeit-4-520x281.jpg" title="  " /><img src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2015/12/post-leben-die-schoenheit-der-vergaenglichkeit-5-520x281.jpg" title="  " /><img src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2015/12/post-leben-die-schoenheit-der-vergaenglichkeit-6-520x281.jpg" title="  " /><img src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2015/12/post-leben-die-schoenheit-der-vergaenglichkeit-7-520x281.jpg" title="  " /><img src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2015/12/post-leben-die-schoenheit-der-vergaenglichkeit-8-520x281.jpg" title="  " /><img src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2015/12/post-leben-die-schoenheit-der-vergaenglichkeit-9-520x281.jpg" title="  " /></div></div></div><h4 class="rp-post-title"><a href="http://www.songsnoire.com/schoenheit-der-vergaenglichkeit/">Die Schönheit der Vergänglichkeit</a></h4><p>Wir sehen nicht das ewige Werden und Vergehen, den Kreislauf des Lebens, den unausweichlichen Tod. Wir haben Angst. Deswegen bleibt uns auch die Schönheit der Vergänglichkeit verborgen.</p><a class="read-more" href="http://www.songsnoire.com/schoenheit-der-vergaenglichkeit/">Weiterlesen <span class="more-arrow">&rsaquo;</span></a></div><div class="col rp nomargin"><div class="rp-header"><a href="http://www.songsnoire.com/rebellion-des-geistes/"><img src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2015/12/post-leben-die-rebellion-des-geistes-370x200.jpg" alt="The Great Pyramid of Cheops" /></a></div><h4 class="rp-post-title"><a href="http://www.songsnoire.com/rebellion-des-geistes/">Die Rebellion des Geistes</a></h4><p>Es gibt verschiedene Strategien, wie wir mit der Vergänglichkeit umgehen bzw. nicht umgehen. Der menschliche Geist rebelliert gegen das, was er nicht kontrollieren kann.</p><a class="read-more" href="http://www.songsnoire.com/rebellion-des-geistes/">Weiterlesen <span class="more-arrow">&rsaquo;</span></a></div></div><div class="cols-wrapper cols-3"><div class="col rp"><div class="rp-header"><a href="http://www.songsnoire.com/die-wegweiser/"><img src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2016/01/post-leben-die-wegweiser-370x200.jpg" alt="´Tis a derivative from me to mine" /></a></div><h4 class="rp-post-title"><a href="http://www.songsnoire.com/die-wegweiser/">Die Wegweiser</a></h4><p>Warum ist die Erkenntnis der Vergänglichkeit so schmerzhaft? Weil uns dadurch klar wird, woran wir festhalten. Weil uns bewusst wird, was wir alles verlieren können.</p><a class="read-more" href="http://www.songsnoire.com/die-wegweiser/">Weiterlesen <span class="more-arrow">&rsaquo;</span></a></div><div class="col rp"><div class="rp-header"><a href="http://www.songsnoire.com/sterben-lernen/"><img src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2016/01/post-leben-sterben-lernen-370x200.jpg" alt="Dreaming" /></a></div><h4 class="rp-post-title"><a href="http://www.songsnoire.com/sterben-lernen/">Sterben lernen</a></h4><p>Wir müssen die fundamentale Wahrheit begreifen, dass wir eines Tages nicht mehr da sein werden. Wir müssen uns vor Augen halten, dass irgendwann nichts mehr an uns erinnern wird.</p><a class="read-more" href="http://www.songsnoire.com/sterben-lernen/">Weiterlesen <span class="more-arrow">&rsaquo;</span></a></div><div class="col rp nomargin"><div class="rp-header"><a href="http://www.songsnoire.com/seinzeit/"><img src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2016/01/post-leben-seinzeit-370x200.jpg" alt="Drip Drop" /></a></div><h4 class="rp-post-title"><a href="http://www.songsnoire.com/seinzeit/">Seinzeit</a></h4><p>Vergänglichkeit zu erkennen und zu akzeptieren, wird unsere Wahrnehmung verändern. Wir werden empfänglicher für das Werden und Vergehen um uns herum – und in uns selbst.</p><a class="read-more" href="http://www.songsnoire.com/seinzeit/">Weiterlesen <span class="more-arrow">&rsaquo;</span></a></div></div></div>
<p><strong>FOTOS:</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.flickr.com/photos/venus_oak/2800082138/" target="_blank">rusty flower</a> von <a href="https://www.flickr.com/photos/venus_oak/" target="_blank">Venus Oak</a>, lizensiert unter <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/" target="_blank">CC BY-NC-SA 2.0</a></li>
<li><a href="https://www.flickr.com/photos/alaig/2497995319/" target="_blank">rust</a> von <a href="https://www.flickr.com/photos/alaig/" target="_blank">Graela</a>, lizensiert unter <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/" target="_blank">CC BY-NC-SA 2.0</a></li>
<li><a href="https://www.flickr.com/photos/126503005@N04/14617455790/" target="_blank">Rust and white paint</a> von <a href="https://www.flickr.com/photos/126503005@N04/" target="_blank">PiXeL_Fleck</a>, lizensiert unter <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/" target="_blank">CC BY-NC-SA 2.0</a></li>
<li><a href="https://www.flickr.com/photos/wheatfields/490245456/" target="_blank">Rusty orange hues</a> von <a href="https://www.flickr.com/photos/wheatfields/" target="_blank">allispossible.org.uk</a>, lizensiert unter <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/" target="_blank">CC BY-NC-SA 2.0</a></li>
<li><a href="https://www.flickr.com/photos/28481088@N00/3277145031/" target="_blank">Junk yard sexy (Rust does art)</a> von <a href="https://www.flickr.com/photos/28481088@N00/" target="_blank">tanakawho</a>, lizensiert unter <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/" target="_blank">CC BY-NC 2.0</a></li>
<li><a href="https://www.flickr.com/photos/pareeerica/2745479903/" target="_blank">* Lumpy Rust 4 *</a> von <a href="https://www.flickr.com/photos/pareeerica/" target="_blank">Parée</a>, lizensiert unter <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/" target="_blank">CC BY-NC 2.0</a></li>
<li><a href="https://www.flickr.com/photos/paulmoody/349360553/" target="_blank">abstract rusty barrel</a> von <a href="https://www.flickr.com/photos/paulmoody/" target="_blank">Paul Moody</a>, lizensiert unter <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/" target="_blank">CC BY-NC 2.0</a></li>
<li><a href="https://www.flickr.com/photos/vangral/14792589044/" target="_blank">rusty illusion</a> von <a href="https://www.flickr.com/photos/vangral/" target="_blank">Peter &amp; Ute Grahlmann</a>, lizensiert unter <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/" target="_blank">CC BY-NC 2.0</a></li>
<li><a href="https://www.flickr.com/photos/paulmoody/350394412/" target="_blank">rusty layers</a> von <a href="https://www.flickr.com/photos/paulmoody/" target="_blank">Paul Moody</a>, lizensiert unter <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/" target="_blank">CC BY-NC 2.0</a></li>
</ul>
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		<title>Sterben lernen</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Dec 2015 12:00:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p><img width="300" height="164" src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2016/01/post-leben-sterben-lernen-300x164.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Dreaming" loading="lazy" srcset="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2016/01/post-leben-sterben-lernen-300x164.jpg 300w, http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2016/01/post-leben-sterben-lernen-768x420.jpg 768w, http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2016/01/post-leben-sterben-lernen.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>Wir müssen die fundamentale Wahrheit begreifen, dass wir eines Tages nicht mehr da sein werden. Wir müssen uns vor Augen halten, dass irgendwann nichts mehr an uns erinnern wird.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img width="300" height="164" src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2016/01/post-leben-sterben-lernen-300x164.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Dreaming" loading="lazy" srcset="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2016/01/post-leben-sterben-lernen-300x164.jpg 300w, http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2016/01/post-leben-sterben-lernen-768x420.jpg 768w, http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2016/01/post-leben-sterben-lernen.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p><p>Die Erkenntnis der Vergänglichkeit ist unangenehm und im gleichen Maße wie sie unangenehm ist, ist sie auch oberflächlich. Sie ist nichts weiter als eine Idee in unserem Geist. Ein intellektuelles Gebilde. Sie sorgt nicht dafür, dass wir weniger Angst haben. Sie bringt uns auch nicht gleich dazu, dass wir weniger stark an materiellen Dingen haften. Oft bewirkt sie sogar das Gegenteil und verstärkt die Leidenschaften und Triebfedern unseres Handelns noch.</p>
<p>Die <a href="http://www.songsnoire.com/die-wegweiser/">Erkenntnis der Vergänglichkeit</a> ist ein Anfang. Mehr nicht.</p>
<h2>Vergänglichkeit akzeptieren</h2>
<p>Die entscheidende Frage ist, ob wir bereit sind, diese Erkenntnis zu vertiefen? Was können wir dabei gewinnen? Ich glaube, der Nutzen ist vielfältig: Wir können entdecken, wer wir sind. Wir können die Wurzeln unserer Ängste freilegen. Wir können verstehen, was in uns passiert. Wir können die Wirklichkeit erkennen, wie sie ist. Wir können das geheime Glück des Loslassens erfahren. Wir können Freiheit finden.</p>
<p>Was können wir dabei verlieren? Den ganzen Kram, an dem wir festhängen und von dem wir glauben, dass wir ihn brauchen. Die ganzen Vorstellungen von Sicherheit und die unendlichen Ketten und Abhängigkeiten auf dem Weg zum Glück. Die Schwerkraft, die Masse, die alles in der Waagschale des Lebens überbietende Bedeutungsschwere, die wir „Ich“ und „Mein“ nennen.</p>
<blockquote><p>„Denn wenn die Erfüllung, das Glück, geringfügig nur auf Grund von Sicherheit erscheinen, so haben sie doch in sich etwas Unbeständiges, aus dem nur Kummer entstehen kann.“</p>
<p><strong>– Marcel Proust, „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“</strong></p></blockquote>
<p>Um dies zu erreichen, müssen wir die Vergänglichkeit akzeptieren. Aber nicht irgendeine Vergänglichkeit, sondern die Vergänglichkeit unseres Lebens. Wir müssen die fundamentale Wahrheit begreifen, dass wir eines Tages nicht mehr da sein werden. Wir müssen uns vor Augen halten, dass irgendwann nichts mehr an uns erinnern wird, dass wir tot und vergessen sein werden, vollkommen ausgelöscht, fast so als hätten wir niemals existiert. Und wir müssen dabei in Betracht ziehen, dass es vielleicht kein Leben nach dem Tod gibt, keine Wiedergeburt, keine Auferstehung, keinen Himmel, kein Backup, keinen Plan B.</p>
<p>Ich zitiere mal aus einem Film, der auf verdrehte Art viele meiner Fragen beantwortet hat – zu einer Zeit, wo ich noch nicht einmal wusste, wie die entscheidenden Fragen überhaupt lauten:</p>
<blockquote><p>„First you have to give up, first you have to know&#8230; not fear&#8230; know&#8230; that someday you&#8217;re gonna die.“</p>
<p><strong>– Tyler Durden in „Fight Club“, ein Film von David Fincher</strong></p></blockquote>
<p>Das ist der Kern aller mystischen Bewegungen: Freunde dich mit dem Tod an. Ich möchte ganz ehrlich sein: Ich habe keine Ahnung, wie das geht. Das ist genau der Punkt, an dem ich gerade am meisten zu knabbern habe. Aber ich kann nicht von etwas berichten, von dem ich keine Ahnung habe. Daher muss ich an dieser Stelle kapitulieren und auf andere Quellen und Autoren zurückgreifen.</p>
<h2>Ayya Khema: „Die Angst vor dem Tod – loslassen.“</h2>
<p>Als erstes möchte ich diesen Vortrag von Ayya Khema empfehlen. Sie ist eine buddhistische Nonne, die viele Jahre lang in Sri Lanka und in Deutschland praktiziert und gelehrt hat. Sie hat sich auch damit beschäftigt, wie wir mit der Angst vor dem Tod besser umgehen können:</p>
<div class="video-wrap"><iframe loading="lazy" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/VZXXtiUCSjQ?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></div>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Michel de Montaigne: „Philosophieren heißt Sterben lernen.“</h2>
<p>Der französische Philosoph Montaigne hat sich ebenfalls sehr intensiv mit dem Thema „Sterben“ und „Tod“ auseinandergesetzt. Ich möchte hier einen längeren Auszug aus einem seiner Essays wieder geben, der mir besonders gefällt.</p>
<blockquote><p>„Der Tod ist unvermeidlich. »Alle steuern wir dem gleichen Ziele zu; für jeden  wird  sein  Los  in  der  Urne  geschüttelt,  bis  es  früher  oder  später herausspringt  und  wir  mit  dem  Kahn  in  die  ewige  Verbannung  fahren müssen« (Horaz).</p>
<p>Infolgedessen ist der Tod, wenn wir ihn fürchten, eine dauernde Beunruhigung für uns; diese Last kann uns nicht abgenommen werden. Von allen  Seiten  kann  er  uns  überfallen;  es  nützt  nichts,  wenn  wir,  wie  in verdächtigem Gelände, den Kopf unaufhörlich hierhin und dorthin drehen: er hängt immer über uns, wie der Felsblock über dem Haupte des Tantalus.</p>
<p>Das Ziel unseres Lebenslaufes ist der Tod; zwangsweise richten wir unseren Blick auf ihn: wenn er uns erschreckt, wie können wir da einen Schritt ohne Schaudern gehen? Was tut der gemeine Mann dagegen? Er denkt nicht daran; aber welch tierischer Stumpfsinn gehört dazu, einer so groben Verblendung zu erliegen!</p>
<p>Wenn der Tod wäre wie ein Feind, dem man ausweichen kann, würde ich geradezu empfehlen, die Feigheit als Waffe zu benutzen: aber da das nun eben nicht angeht, und er dich ebenso trifft, wenn du ihm feige zu entfliehen suchst wie wenn du ihm männlich entgegentrittst, »Er holt den Fliehenden ein und schont auch die nicht, die zum Kriegsdienst noch zu jung sind oder die der Gefahr den Rücken kehren« (Horaz), und da auch die stärkste Sicherung uns nicht vor ihm schützen kann, &#8230;, wollen wir lieber lernen, wie wir ihm entgegentreten und mit ihm fertig werden können: zunächst, wenn wir ihn um den Hauptvorteil, den er uns gegenüber hat, bringen wollen, müssen wir gerade den umgekehrten Weg einschlagen, als es gewöhnlich  geschieht;  wir  müssen  versuchen,  ihm  seine  furchtbare  Fremdartigkeit  zu  nehmen,  mit Geschick an ihn heranzukommen, uns an ihn zu gewöhnen, nichts anderes so oft wie den Tod im Kopf zu haben,  ihn  uns  in  unserer  Phantasie  immer  wieder  in  den  verschiedensten  Erscheinungsformen auszumalen; wenn ein Pferd stolpert, wenn ein Ziegel vom Dach fällt, wenn ich mich irgendwie steche, immer wieder sage ich mir dann. »So, und wenn das nun der Tod selber wäre!« Darauf können wir mit trotziger, mit männlicher Haltung reagieren. Im lauten Jubel und in der stillen Freude, immer können wir einen Ton hören, der uns mahnt, was der Mensch ist; wenn wir noch so sehr genießen, immer einmal sollten wir dann doch daran denken, wie diese Fröhlichkeit rings vom Tod bedroht ist, wie leicht er da hineingreifen kann. So dachten die alten Ägypter: beim Fest, wenn es am höchsten herging, ließen sie ein Menschengerippe in den Saal tragen, als Mahnung für die Gäste. »Denke, dass jeder Tag der letzte sein kann, der dir leuchtet; die Stunden, mit denen du nicht fest gerechnet hast, werden dir dann besonders lieb sein.«(Horaz)</p>
<p>Wo der Tod auf uns wartet, ist unbestimmt; wir wollen überall auf ihn gefasst sein. Sich in Gedanken auf den Tod einrichten, heißt sich auf die Freiheit einrichten; wer zu sterben gelernt hat, den drückt kein Dienst mehr: nichts mehr ist schlimm im Leben für denjenigen, dem die Erkenntnis aufgegangen ist, dass es kein Unglück ist, nicht mehr zu leben. Sterben können befreit uns von aller Knechtschaft, von allem Zwang.</p>
<p>Wir sollten, soweit das von uns abhängt, immer fertig und marschbereit sein; vor allem sollten wir es so einrichten, dass wir es dann nur mit uns zu tun haben; der Schritt, der uns bevorsteht, ist schwer genug, wir sollten uns nicht zusätzlich belasten. Da klagt zum Beispiel einer, mehr als über das Sterben selbst, darüber, dass er um einen schönen Sieg gebracht würde, ein anderer, dass er Abschied nehmen muss, ehe er seine Tochter verheiratet oder die Erziehung seiner Kinder abgeschlossen hat; der eine trauert, dass er mit seiner Frau, der andere, dass er mit seinem Sohn nicht mehr zusammen sein kann, was für ihn den wesentlichen  Lebensinhalt  gebildet  hatte.  Ich  sehe,  Gott  sei  Dank,  meiner  Todesstunde  so  gefasst entgegen, dass ich gehen kann, wenn es ihm gefällt, ohne dass mir der Abschied von irgend etwas schwer würde. Ich löse allmählich alle Bindungen. Von allen kann ich leicht Abschied nehmen außer von mir. Niemals hat sich wohl jemand so absolut und so vollständig darauf eingestellt, dass er der Welt Lebewohl sagen muss, wie ich und sich so allseitig von ihr gelöst. Der Tod ist am selbstverständlichsten, wenn man schon vorher möglichst tot ist.</p>
<p>Wir sind zum Schaffen geboren: »Der Tod soll mich mitten in der Arbeit holen.« (Ovid) Ich bejahe jede Tätigkeit, man soll die Lebensarbeit so lange fortsetzen wie man kann; ich habe nichts dagegen, dass der Tod mich bei der Gartenarbeit überrascht, aber er soll mich nicht schrecken; und noch weniger soll es mich traurig machen, dass ich mit dem Garten nicht fertig geworden bin.</p>
<p>Eine  dauernde  Veränderung  und  ein  allmähliches Absinken  unserer  Lebenskraft  bleibt  niemandem erspart; die Natur hat es aber so eingerichtet, dass wir nicht sehen, was wir verloren haben und wie es mit uns abwärts geht. Das wollen wir uns einmal vor Augen führen. Was bleibt einem Greis von der Kraft seiner Jugend, seines Lebens?</p>
<p>»Ach, wie klein ist der Rest des Lebens, der den Alten geblieben ist!« (Seneca) &#8230; Wenn wir auf einmal so tief herunterstürzten, so würden wir, glaube ich, nicht imstande sein, einen solchen Wechsel zu ertragen. Aber die Natur rollt uns auf einer Bahn, die sich langsam und kaum merklich senkt, allmählich, stufenweise hinab in das Elend des Alters, so dass wir es hinnehmen und keinen Stoß fühlen, wenn die Jugend in uns stirbt; und doch ist dies eigentlich und in Wahrheit ein härterer Tod als das endgültige Erlöschen eines matten Lebens und als das Sterben aus Altersschwäche. Ist doch der Sprung vom Elend ins Nichtsein nicht so hart wie der von der blühenden Jugendkraft in ein schmerzensreiches, kümmerliches Altern.</p>
<p>Es ist ja auch Torheit, wenn wir unter diesem Druck leiden aus Angst vor dem Augenblick, der uns von jedem Druck befreien wird. Wie alle Dinge für uns aufwachten, als wir geboren wurden, so wird alles für uns sterben, wenn wir sterben. Deshalb ist es gleich sinnlos, zu weinen, weil wir in hundert Jahren nicht mehr leben werden, wie darüber zu weinen, dass wir vor hundert Jahren noch nicht am Leben waren. Mit dem Tod beginnt eine ganz andere Existenz; auch in das Erdenleben sind wir mit Tränen und Schmerzen eingegangen; auch bei diesem Neubeginn mussten wir den Schleier des Geheimnisses ablegen, der uns vorher unsere Zukunft verhüllte. Alles Einmalige ist nicht schwer zu ertragen. Ist es vernünftig, so lange sich vor etwas zu fürchten, was so kurz dauert? Lange Zeit leben und kurze Zeit leben, durch den Tod wird das alles gleich gemacht. Denn die Begriffe lang und kurz haben keinen Sinn, bezogen auf Dinge, die nicht mehr sind.</p>
<p>Die Natur zwingt uns zu dieser Haltung. Sie spricht zu uns: »Wie du in die Welt gekommen bist, so musst du wieder aus ihr fort. Der Übergang vom Tode zum Leben, der dir kein Leiden und keine Schrecken gebracht hat, den brauchst du nur zu wiederholen, als Übergang vom Leben zum Tod. Dein Tod gliedert sich in die Weltordnung ein; es ist ein Stück Leben dieser Welt. &#8230; Dies euer Leben, dessen ihr euch erfreut, ist in gleiche Teile geteilt, es gehört ebenso dem Tode wie dem Leben. Schon am ersten Tag nach eurer Geburt beginnt die Wanderung auf das Sterben wie auf das Leben zu.«</p>
<p>»Schon bei der Geburt beginnt der Tod: und das Ende ist mit dem Anfang unlösbar verbunden.« (Manilius)  Jeder gelebte Moment wird dem Gesamtleben gestohlen; von ihm wird er abgezogen. Euer ganzes Leben lang baut ihr am Tode. Ihr seid schon im Tode, wenn ihr lebt; denn wenn ihr nicht mehr lebt, seid ihr jenseits des Todes, oder, wenn das besser klingt, seid ihr tot jenseits des Lebens; aber während der ganzen Lebenszeit seid ihr schon beim Sterben; und der Tod trifft den Sterbenden viel härter als den Toten; für ihn ist er fühlbarer und wirklicher. Wenn ihr das Leben genutzt habt, könnt ihr gesättigt und befriedigt scheiden. Und wenn ihr nichts damit habt anfangen können, wenn ihr es nutzlos vertan habt, da kann es euch doch erst recht gleichgültig sein, wenn es weg ist; was wollt ihr denn noch damit?</p>
<p>An  sich  ist  das  Leben  nichts  Gutes  und  nichts Böses;  es  ist  der  Hintergrund,  auf  dem  ihr  selbst Gutes  und  Böses  anbringen  könnt.  Und  wenn  ihr einen  Tag  gelebt  habt,  habt  ihr  alles  gesehen,  was zu sehen  ist: ein Tag ist wie alle anderen Tage. Das Licht  und  die  Nacht  sind  immer  die  gleichen,  es gibt  keine  anderen:  unsere  Sonne,  unser  Mond, unsere  Sterne,  unser  Weltgebäude,  es  ist  alles  das gleiche, an dem sich eure Vorfahren erfreut haben und  das  auch  eure  Urenkel  wieder  erfreuen  wird. Höchstens  in  einem  Jahre  läuft  alles  ab,  was  die Akte  meiner  Komödie  an  Abwechslungen  und Verschiedenheiten  aufweisen;  wenn  ihr  aufmerksam  zugesehen  habt,  wie  meine  vier  Jahreszeiten vorüberziehen,  so  habt  ihr  erkennen  können,  dass darin  Kindesalter,  Jünglingsalter,  Mannesalter  und Greisenalter der Welt dargestellt sind. Das Spiel der Welt ist damit aus; es fällt ihr keine andre Idee ein, als es noch einmal ablaufen zu lassen; es bleibt immer das gleiche.</p>
<p>Beim  Tode,  wann  er  auch  eintritt,  ist  euer  ganzes Leben zu Ende. Man kann den Wert eines Lebens nicht  nach  der  Länge  messen;  er  ist  vom  Inhalt abhängig. Manches lange Leben ist inhaltlos. Nutzt es, solange ihr es in den Händen habt: von eurem Entschluss, nicht von der Lebensdauer hingt es ab, ob ihr euch mit dem Gedanken abfindet. wir haben genug gelebt. Ihr konntet doch nicht erwarten, dass ihr  das  Ziel,  auf  das  ihr  immer  zugingt,  nie  erreichen würdet?“</p>
<p><strong>– Michel de Montaigne, „Essais“, Band I, Kapitel 19</strong></p></blockquote>
<h2>Zitate über den „Tod“</h2>
<p>Ich habe noch eine Reihe weiterer Zitate gesammelt, die mich im Augenblick sehr beschäftigen. Diese Zitate rütteln an meiner bisherigen Vorstellung über den Tod als etwas, vor dem man Angst haben muss.</p>
<div class="testimonial-slider" ><div class="testimonial-container"><div class="testimonial-wrapper"><div class="testimonial-info"><img class="img-frame testimonial-img" src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2016/01/jobs-150x150.jpg" alt="Steve Jobs" /><div class="testimonials-details"><h2>Steve Jobs</h2><span>Rede in Standford am 15. Juni 2005 / <a href="http://news.stanford.edu/news/2005/june15/jobs-061505.html">Stanford</a></span></div></div><blockquote><p>„Remembering that you are going to die is the best way I know to avoid the trap of thinking you have something to lose. You are already naked.“</p></blockquote></div></div><div class="testimonial-container"><div class="testimonial-wrapper"><div class="testimonial-info"><img class="img-frame testimonial-img" src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2016/01/osho2-150x150.jpg" alt="Osho" /><div class="testimonials-details"><h2>Osho</h2><span>The Book of Secrets / <a href="http://www.osho.com/de/highlights-of-oshos-world/osho-on-death-quotes">Osho.com</a></span></div></div><blockquote><p>„Werde dir des Todes bewusst. Denke an ihn, schau ihn dir an, denke über ihn nach. Hab keine Angst, lauf nicht vor der Tatsache davon. Es gibt sie und du kannst ihr nicht entfliehen!“</p></blockquote></div></div><div class="testimonial-container"><div class="testimonial-wrapper"><div class="testimonial-info"><img class="img-frame testimonial-img" src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2016/01/osho-150x150.jpg" alt="Osho" /><div class="testimonials-details"><h2>Osho</h2><span>Meditation: The Art of Ecstasy / <a href="http://www.osho.com/de/highlights-of-oshos-world/osho-on-death-quotes">Osho.com</a></span></div></div><blockquote><p>„Der Tod ist hier, wir sterben in jedem Moment. Der Tod ist nichts weit Entferntes, er ist hier und jetzt: Wir sterben. Aber während wir sterben, machen wir uns Sorgen um das Leben. Diese Sorge um das Leben, diese Überbesorgtheit ist nur eine Flucht, nur eine Angst. Der Tod ist hier, tief in uns – und er wächst an.“</p></blockquote></div></div><div class="testimonial-container"><div class="testimonial-wrapper"><div class="testimonial-info"><img class="img-frame testimonial-img" src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2016/01/tolstoi-150x150.jpg" alt="Leo Nikolajewitsch Tolstoi" /><div class="testimonials-details"><h2>Leo Nikolajewitsch Tolstoi</h2><span>Für alle Tage. Ein Lebensbuch / <a href="http://www.aphorismen.de/zitat/174741">Aphorismen.de</a></span></div></div><blockquote><p>„Es gibt keinen Tod, es gibt eine Reihe von Umwandlungen, welche ich schon durchgemacht und von denen ich die besten noch durchmachen werde.“</p></blockquote></div></div><div class="testimonial-container"><div class="testimonial-wrapper"><div class="testimonial-info"><img class="img-frame testimonial-img" src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2016/01/schopenhauer-150x150.jpg" alt="Arthur Schopenhauer" /><div class="testimonials-details"><h2>Arthur Schopenhauer</h2><span>Die Welt als Wille und Vorstellung / <a href="https://books.google.de/books?id=AbIJAAAAQAAJ&#038;pg=PA510&#038;lpg=PA510&#038;dq=%C3%9Cber+dies+alles+nun+aber+ist+der+Tod+die%20%20+gro%C3%9Fe+Gelegenheit,+nicht+mehr+Ich+zu+sein:+wohl+dem,+der+sie%20%20+benutzt.&#038;source=bl&#038;ots=VSY0gWh9EM&#038;sig=DSqGWcDgv94pFlSNl5To5SlXsDk&#038;hl=de&#038;sa=X&#038;redir_esc=y#v=onepage&#038;q=%C3%9Cber%20%20%20dies%20alles%20nun%20aber%20ist%20der%20Tod%20die%20gro%C3%9Fe%20Gelegenheit%2C%20nicht%20mehr%20Ich%20zu%20sein%20%20%3A%20wohl%20dem%2C%20der%20sie%20benutzt.&#038;f=false">Google Books</a></span></div></div><blockquote><p>„Über dies alles nun aber ist der Tod die große Gelegenheit, nicht mehr Ich zu sein: wohl dem, der sie benutzt.“</p></blockquote></div></div><div class="testimonial-container"><div class="testimonial-wrapper"><div class="testimonial-info"><img class="img-frame testimonial-img" src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2016/01/aurel-150x150.jpg" alt="Mark Aurel" /><div class="testimonials-details"><h2>Mark Aurel</h2><span>Zitat / <a href="http://www.aphorismen.de/zitat/150138">Aphorismen.de</a></span></div></div><blockquote><p>„Verachte nicht den Tod, sondern befreunde dich mit ihm, da auch er eines von den Dingen ist, die die Natur will.“</p></blockquote></div></div><div class="testimonial-container"><div class="testimonial-wrapper"><div class="testimonial-info"><img class="img-frame testimonial-img" src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2016/01/aurel2-150x150.jpg" alt="Mark Aurel" /><div class="testimonials-details"><h2>Mark Aurel</h2><span>Selbstbetrachtungen / <a href="http://www.aphorismen.de/zitat/209201">Aphorismen.de</a></span></div></div><blockquote><p>„Der Tod ist das Ausruhen von den Widersprüchen der sinnlichen Wahrnehmungen, von den Regungen unserer Leidenschaften, von den Entwicklungen unseres Geistes und von dem Dienst des Fleisches.“</p></blockquote></div></div><div class="testimonial-container"><div class="testimonial-wrapper"><div class="testimonial-info"><img class="img-frame testimonial-img" src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2016/01/epiktet-150x150.jpg" alt="Epiktet" /><div class="testimonials-details"><h2>Epiktet</h2><span>Zitat / <a href="http://www.aphorismen.de/zitat/3883">Aphorismen.de</a></span></div></div><blockquote><p>„Habe täglich den Tod vor Augen; das wird dich vor kleinlichen Gedanken und vor maßlosen Begierden bewahren.“</p></blockquote></div></div><div class="testimonial-container"><div class="testimonial-wrapper"><div class="testimonial-info"><img class="img-frame testimonial-img" src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2016/01/seneca-150x150.jpg" alt="Seneca" /><div class="testimonials-details"><h2>Seneca</h2><span>Zitat / <a href="http://www.aphorismen.de/zitat/3165">Aphorismen.de</a></span></div></div><blockquote><p>„Es ist unser Irrtum, daß wir den Tod in der Zukunft erwarten. Er ist zum großen Teil schon vorüber. Was von unserem Leben hinter uns liegt, hat der Tod.“</p></blockquote></div></div><div class="testimonial-container"><div class="testimonial-wrapper"><div class="testimonial-info"><img class="img-frame testimonial-img" src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2016/01/seneca2-150x150.jpg" alt="Seneca" /><div class="testimonials-details"><h2>Seneca</h2><span>Zitat / <a href="http://www.aphorismen.de/zitat/160302">Aphorismen.de</a></span></div></div><blockquote><p>„Schritt für Schritt nähern wir uns dem Tode, oder richtiger, gehen wir neben ihm her. Jeden Tag verlieren wir ein Stück von unserem Leben, und an diesem Tage selbst, an dem wir leben, hat der Tod seinen Anteil.“</p></blockquote></div></div><div class="testimonial-container"><div class="testimonial-wrapper"><div class="testimonial-info"><img class="img-frame testimonial-img" src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2016/01/epikur-150x150.jpg" alt="Epikur" /><div class="testimonials-details"><h2>Epikur</h2><span>Brief an Menoikeus / <a href="http://www.uni-hildesheim.de/~stegmann/epikur.htm">Uni Hildesheim</a></span></div></div><blockquote><p>„Beruht doch alles Gute und alles Üble nur auf Empfindung, der Tod aber ist Aufhebung der Empfindung. Darum macht die Erkenntnis, daß der Tod ein Nichts ist, uns das vergängliche Leben erst köstlich.“</p></blockquote></div></div><div class="testimonial-container"><div class="testimonial-wrapper"><div class="testimonial-info"><img class="img-frame testimonial-img" src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2016/01/epikur2-150x150.jpg" alt="Epikur" /><div class="testimonials-details"><h2>Epikur</h2><span>Brief an Menoikeus / <a href="http://www.uni-hildesheim.de/~stegmann/epikur.htm">Uni Hildesheim</a></span></div></div><blockquote><p>„Der Weise dagegen lehnt weder das Leben ab, noch fürchtet er sich vor dem Nichtmehrleben, denn ihn widert das Leben nicht an, und er betrachtet das Nichtmehrleben nicht als ein Übel.“</p></blockquote></div></div><div class="testimonial-container"><div class="testimonial-wrapper"><div class="testimonial-info"><img class="img-frame testimonial-img" src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2016/01/demokrit-150x150.jpg" alt="Demokrit" /><div class="testimonials-details"><h2>Demokrit</h2><span>Fragemente / <a href="http://www.aphorismen.de/zitat/27841">Aphorismen.de</a></span></div></div><blockquote><p>„Wer vor dem Tod flieht, läuft ihm nach.“</p></blockquote></div></div><div class="testimonial-container"><div class="testimonial-wrapper"><div class="testimonial-info"><img class="img-frame testimonial-img" src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2016/01/konfuzius-150x150.jpg" alt="Konfuzius" /><div class="testimonials-details"><h2>Konfuzius</h2><span>Lebensweisheiten / <a href="https://books.google.de/books?id=ENX_P18A49UC&#038;pg=PA321&#038;lpg=PA321&#038;dq=Wir+wissen+noch+nichts+vom+Leben,+wie+k%C3%B6nnten+wir+etwas+%C3%BCber+den+Tod+wissen%3F&#038;source=bl&#038;ots=Ef2E5aNR0J&#038;sig=Wh79sx2DRQg5gw9bGuhwNHZOvRk&#038;hl=de&#038;sa=X&#038;redir_esc=y#v=onepage&#038;q=Wir%20wissen%20noch%20nichts%20vom%20Leben%2C%20wie%20k%C3%B6nnten%20wir%20etwas%20%C3%BCber%20den%20Tod%20wissen%3F&#038;f=false">Google Books</a></span></div></div><blockquote><p>„Wir wissen noch nichts vom Leben, wie könnten wir etwas über den Tod wissen?“</p></blockquote></div></div></div>
<p>&nbsp;</p>
<h2>„Die fünf täglichen Betrachtungen“</h2>
<p>In der ältesten Schule des Buddhismus, die Tradition des Theravada, wird eine Meditation gelehrt, die uns unterstützen soll, Altern, Krankheit und Tod als ganz natürliche Erscheinungen zu betrachten. Es ist ein pragmatischer Weg, um unsere eigene Vergänglichkeit zu akzeptieren und anzunehmen, anstatt sie zu leugnen oder sogar abzulehnen.</p>
<blockquote><p>1. Ich bin dem Altern unterworfen, ich kann dem Altern nicht entgehen.</p>
<p>2. Ich bin der Krankheit unterworfen, ich kann der Krankheit nicht entgehen.</p>
<p>3. Ich bin dem Tode unterworfen, ich kann dem Tode nicht entgehen.</p>
<p>4. Alles, was mein ist und mir lieb, wird sich ändern und vergehen.</p>
<p>5. Ich bin der Eigentümer meines Wirkens, geboren aus meinem Wirken, umgeben von meinem Wirken, getragen von meinem Wirken. Wie immer mein Wirken sein wird, dessen Erbe werde ich sein.</p>
<p><strong><em>Quelle und weitere Informationen finden Sie <a href="http://www.buddhaproject.de/about_this_site/Praxis/5_Betrachtungen/5_betrachtungen.html" target="_blank">hier</a>.</em></strong></p></blockquote>
<div class="pexeto-recent-posts rp-columns"><h3 class="rp-title">Mehr zum Thema</h3><div class="cols-wrapper cols-3"><div class="col rp"><div class="rp-header"><a href="http://www.songsnoire.com/der-ewige-wandel/"><img src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2015/12/post-leben-der-ewige-wandel-370x200.jpg" alt="life after death" /></a></div><h4 class="rp-post-title"><a href="http://www.songsnoire.com/der-ewige-wandel/">Der ewige Wandel</a></h4><p>Die Vergänglichkeit ist so allgegenwärtig, dass wir sie zum Teil gar nicht wahrnehmen. Vergänglichkeit ist etwas ganz natürliches.</p><a class="read-more" href="http://www.songsnoire.com/der-ewige-wandel/">Weiterlesen <span class="more-arrow">&rsaquo;</span></a></div><div class="col rp"><div class="rp-header"><a href="http://www.songsnoire.com/wurzel-aller-religionen/"><img src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2015/12/post-leben-die-wurzel-aller-religionen-370x200.jpg" alt="Skull" /></a></div><h4 class="rp-post-title"><a href="http://www.songsnoire.com/wurzel-aller-religionen/">Die Wurzel aller Religionen</a></h4><p>Ich glaube, die Wurzel aller Religionen ist die Konfrontation mit der Vergänglichkeit. Oder genauer gesagt: die Konfrontation mit dem eigenen Tod.</p><a class="read-more" href="http://www.songsnoire.com/wurzel-aller-religionen/">Weiterlesen <span class="more-arrow">&rsaquo;</span></a></div><div class="col rp nomargin"><div class="rp-header"><a href="http://www.songsnoire.com/einzige-konstante-im-universum/"><img src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2015/12/post-leben-die-einzige-konstante-im-universum-370x200.jpg" alt="Supernova Remnant Puppis A" /></a></div><h4 class="rp-post-title"><a href="http://www.songsnoire.com/einzige-konstante-im-universum/">Die einzige Konstante im Universum</a></h4><p>Ich betrachte die Vergänglichkeit inzwischen als eine Art universelles Naturgesetz. Wenn wir genau hinschauen, dann ist sie überall erkennbar.</p><a class="read-more" href="http://www.songsnoire.com/einzige-konstante-im-universum/">Weiterlesen <span class="more-arrow">&rsaquo;</span></a></div></div><div class="cols-wrapper cols-3"><div class="col rp"><div class="rp-header"><a href="http://www.songsnoire.com/alles-fliesst/"><img src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2015/12/post-leben-alles-fliesst-370x200.jpg" alt="macro panorama water drop 25" /></a></div><h4 class="rp-post-title"><a href="http://www.songsnoire.com/alles-fliesst/">Alles fließt</a></h4><p>Wir brauchen nicht das ganze Universum betrachten, um die Vergänglichkeit der Dinge zu erkennen. Wir brauchen nur unseren Körper, unsere Sinneseindrücke und unseren Geist als Labor zu nehmen.</p><a class="read-more" href="http://www.songsnoire.com/alles-fliesst/">Weiterlesen <span class="more-arrow">&rsaquo;</span></a></div><div class="col rp"><div class="rp-header"><div class="nivo-wrapper"><div class="nivo-slider" id="post-gallery-10352" style="max-height:200px;"><img src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2015/12/post-leben-die-schoenheit-der-vergaenglichkeit-1-520x281.jpg" title="  " /><img src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2015/12/post-leben-die-schoenheit-der-vergaenglichkeit-2-520x281.jpg" title="  " /><img src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2015/12/post-leben-die-schoenheit-der-vergaenglichkeit-3-520x281.jpg" title="  " /><img src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2015/12/post-leben-die-schoenheit-der-vergaenglichkeit-4-520x281.jpg" title="  " /><img src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2015/12/post-leben-die-schoenheit-der-vergaenglichkeit-5-520x281.jpg" title="  " /><img src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2015/12/post-leben-die-schoenheit-der-vergaenglichkeit-6-520x281.jpg" title="  " /><img src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2015/12/post-leben-die-schoenheit-der-vergaenglichkeit-7-520x281.jpg" title="  " /><img src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2015/12/post-leben-die-schoenheit-der-vergaenglichkeit-8-520x281.jpg" title="  " /><img src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2015/12/post-leben-die-schoenheit-der-vergaenglichkeit-9-520x281.jpg" title="  " /></div></div></div><h4 class="rp-post-title"><a href="http://www.songsnoire.com/schoenheit-der-vergaenglichkeit/">Die Schönheit der Vergänglichkeit</a></h4><p>Wir sehen nicht das ewige Werden und Vergehen, den Kreislauf des Lebens, den unausweichlichen Tod. Wir haben Angst. Deswegen bleibt uns auch die Schönheit der Vergänglichkeit verborgen.</p><a class="read-more" href="http://www.songsnoire.com/schoenheit-der-vergaenglichkeit/">Weiterlesen <span class="more-arrow">&rsaquo;</span></a></div><div class="col rp nomargin"><div class="rp-header"><a href="http://www.songsnoire.com/rebellion-des-geistes/"><img src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2015/12/post-leben-die-rebellion-des-geistes-370x200.jpg" alt="The Great Pyramid of Cheops" /></a></div><h4 class="rp-post-title"><a href="http://www.songsnoire.com/rebellion-des-geistes/">Die Rebellion des Geistes</a></h4><p>Es gibt verschiedene Strategien, wie wir mit der Vergänglichkeit umgehen bzw. nicht umgehen. Der menschliche Geist rebelliert gegen das, was er nicht kontrollieren kann.</p><a class="read-more" href="http://www.songsnoire.com/rebellion-des-geistes/">Weiterlesen <span class="more-arrow">&rsaquo;</span></a></div></div><div class="cols-wrapper cols-3"><div class="col rp"><div class="rp-header"><a href="http://www.songsnoire.com/die-wegweiser/"><img src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2016/01/post-leben-die-wegweiser-370x200.jpg" alt="´Tis a derivative from me to mine" /></a></div><h4 class="rp-post-title"><a href="http://www.songsnoire.com/die-wegweiser/">Die Wegweiser</a></h4><p>Warum ist die Erkenntnis der Vergänglichkeit so schmerzhaft? Weil uns dadurch klar wird, woran wir festhalten. Weil uns bewusst wird, was wir alles verlieren können.</p><a class="read-more" href="http://www.songsnoire.com/die-wegweiser/">Weiterlesen <span class="more-arrow">&rsaquo;</span></a></div><div class="col rp"><div class="rp-header"><a href="http://www.songsnoire.com/sterben-lernen/"><img src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2016/01/post-leben-sterben-lernen-370x200.jpg" alt="Dreaming" /></a></div><h4 class="rp-post-title"><a href="http://www.songsnoire.com/sterben-lernen/">Sterben lernen</a></h4><p>Wir müssen die fundamentale Wahrheit begreifen, dass wir eines Tages nicht mehr da sein werden. Wir müssen uns vor Augen halten, dass irgendwann nichts mehr an uns erinnern wird.</p><a class="read-more" href="http://www.songsnoire.com/sterben-lernen/">Weiterlesen <span class="more-arrow">&rsaquo;</span></a></div><div class="col rp nomargin"><div class="rp-header"><a href="http://www.songsnoire.com/seinzeit/"><img src="http://www.songsnoire.com/wp-content/uploads/2016/01/post-leben-seinzeit-370x200.jpg" alt="Drip Drop" /></a></div><h4 class="rp-post-title"><a href="http://www.songsnoire.com/seinzeit/">Seinzeit</a></h4><p>Vergänglichkeit zu erkennen und zu akzeptieren, wird unsere Wahrnehmung verändern. Wir werden empfänglicher für das Werden und Vergehen um uns herum – und in uns selbst.</p><a class="read-more" href="http://www.songsnoire.com/seinzeit/">Weiterlesen <span class="more-arrow">&rsaquo;</span></a></div></div></div>
<p><strong>FOTO:</strong> <a href="https://www.flickr.com/photos/light_arted/4939259634/" target="_blank">Dreaming</a> von <a href="https://www.flickr.com/photos/light_arted/" target="_blank">Gavin Clarke</a>, lizensiert unter <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/" target="_blank">CC BY-NC 2.0</a></p>
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